Wärmeschutz, Schallschutz, Brandschutz, Tragfähigkeit, Stürze, Stumpfstoss, nichttr. Innenwände, Schlitze, KS im Erdreich

 

UNIKA-Kalksandstein überzeugt durch hervorragende multifunktionale bautechnische und bauphysikalische Eigenschaften und durch seine Maßhaltigkeit.

Die hohe Festigkeit ermöglicht die sichere Ausführung hochbelasteter Wände und Pfeiler in „schlanken“ und damit wirtschaftlichen Mauerwerksdicken. Daraus resultieren Nutzflächengewinne, aber insbesondere auch eine hohe Sicherheit der Tragkonstruktion und eine Verminderung des Risikos von Bauschäden.

Kalksandsteine sind nicht brennbar. Obwohl sie kaum Wärmedämmeigenschaften aufweisen, sind sie aufgrund ihrer kristallinen Materialstrukturen gerade beim Brandschutz das Top-Produkt im Wohnungs-, Gewerbe- und Industriebau. Bereits eine 17,5 cm dicke Wand aus UNIKA Kalksandstein der Rohdichteklasse 1,8 erfüllt alle Anforderungen der Klassifizierung „Brandwand“ bzw. REI 90-M nach DIN EN 13501-2.

Während Brandschutz in der täglichen Nutzung von Gebäuden kaum wahrgenommen wird, sind Aspekte des Schallschutzes allgegenwärtig. Sei es Fluglärm, Verkehrslärm, Lärm durch Industrieanlagen oder die Stereoanlage in der Nachbarschaft. Auch hier ist UNIKA Kalksandstein die erste Wahl. Mit Steinen der Rohdichteklassen 1,4 – 1,6 – 1,8 – 2,0 – 2,2 – 2,4 ist Schallschutz exakt planbar und einfach auszuführen.
Darüber hinaus wirkt sich die hohe Rohdichte in Verbindung mit der Materialstruktur positiv auf den sommerlichen Wärmeschutz sowie das Raumklima aus. Luftfeuchte kann aufgenommen und zeitversetzt wieder abgegeben werden. Eine hohe Wärmespeicherfähigkeit sorgt dafür, dass es drinnen im Sommer angenehm kühl und im Winter schön warm bleibt. Außenwände aus UNIKA Kalksandstein werden funktional nach Kriterien wie Tragfähigkeit, Schallschutz, Brandschutz und Gestaltung optimal bemessen. Der Wärmeschutz wird mit einem Wärmedämmverbundsystem entsprechend der geforderten oder gewünschten Dämmleistung geplant und realisiert. Auch können zweischalige Außenwände mit Sichtmauerwerk oder vorgehängter Fassade mit integrierter Wärmedämmschicht ausgeführt werden. Nicht nur hier bewährt sich UNIKA Kalksandstein als optimaler Befestigungsgrund.

Entdecken Sie den Baustoff der Möglichkeiten.

 

 

Bauphysik


 

Wärmeschutz

 

Die KS-Funktionswand kombiniert die günstigen Eigenschaften des UNIKA-Kalksandsteins mit den günstigen Eigenschaften moderner Wärmedämmstoffe. So ist die Kalksandsteinwand der Leistungsträger für die Tragfähigkeit, den Schall- und Brandschutz und schützt vor Überhitzungen.
Die hohe statische Belastbarkeit der UNIKA-KS-Wand führt zur Reduzierung der Wanddicken und somit zu Nutzflächengewinn.
Mit dem variablen Einsatz der Dämmstoffe in Dicke und Wärmeleitfähigkeit erreichen Sie den jeweils für Sie relevanten Wärmeschutz bis hin zum Passivhaus.
Dabei lassen verschiedene Wandaufbauten Ihnen ausreichend Freiraum für Ihre persönliche Fassadengestaltung.

Alle Anforderungen, die an eine Wandkonstruktion gestellt werden, erfüllt die KS-Funktionswand optimal und wirtschaftlich.

Fachinformation Wärmeschutz

Fachinformation Wärmeschutz

Wärmeleitfähigkeit Kalksandstein

U-Werte von UNIKA Außenwänden

Schliessen Fachinformation Wärmeschutz

 

 

Schallschutz

 

In immer stärkerem Maße führt Lärmbelästigung zu Hörschädigungen und löst Stresssituationen im Körper aus.
Zwei Drittel von Mietern und Besitzern fühlen sich durch Lärm so belästigt, dass sie aus diesem Grund einen Umzug erwägen bzw. bereits in eine andere Wohnung oder ein anderes Haus umgezogen sind.
Dabei ist zu einem der Lärm von Außen die Ursache aber auch Störungen, die sich durch den Lärm von Nachbarn ergeben.
Selbst im eigenen Wohnbereich kann es durch unsachgemäße Planung zu Beeinträchtigungen kommen.

Massive Wände aus UNIKA-Kalksandsteinen mit ihrer hohen Rohdichteklasse bewirken einen optimalen Schallschutz. So sind Kalksandsteinkonstruktionen ein Garant für das Wohlbefinden der Nutzer.

Fachinformation Schallschutz

Fachinformation Schallschutz

Anforderungen und Empfehlungen zum baulichen Schallschutz (Zusammenfassung)

Vorschläge für den Luftschallschutz im eigenen Wohnbereich (Wände ohne Türen)

Schliessen Fachinformation Schallschutz

 

 

 

Brandschutz

 

Der Brandschutz wird umfassend in den Landesbauordnungen (LBO) der einzelnen Bundesländer geregelt. Die generelle Forderung an den Brandschutz - festgelegt in der Musterbauordnung – lautet:

"Bauliche Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten,

- dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorgebeugt wird und
- bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie
- wirksame Löscharbeiten möglich sind."

Die Klassifizierung der Brandschutzanforderungen der Bauordnungen und die europäischen Brandschutzklassifizierungen dürfen parallel verwendet werden.
Da in Deutschland weiterhin neben der europäischen die nationale Klasse genutzt werden darf, finden zunehmend die bauaufsichtlichen Begriffe Verwendung.

Fachinformation Brandschutz

Fachinformation Brandschutz


Zusammenfassung der Brandschutznachweise mit KS-Wänden

Tragendes Kalksandstein-Mauerwerk, das nach DIN EN 1996-1-1/NA oder DIN EN 1996-3/NA bemessen wurde, kann ohne Abminderung der "kalten“ Traglasten brandschutz- technisch eingesetzt werden, wenn die "alternativen“ Angaben der folgenden Tafeln verwendet werden. Bei gering belasteten Wänden kann die Ermittlung des Ausnutzungsfaktors α6,fi aber ggf. zu geringeren Mindestwanddicken führen.
Der Ausnutzungsfaktor αfi = 0,7 beinhaltet die Abminderung NEd,fi = 0,7 · Ned für die "außergewöhnliche Einwirkung“ Feuer; wobei NEd der Bemessungswert der einwirkenden vertikalen Last für die "kalte“ Bemessung ist.

Nichttragende, raumabschließende Wände Kriterien EI aus Kalksandstein-Mauerwerk nach DIN EN 1996-1-2/NA für Kalksandsteine nach DIN EN 771-2 in Verbindung mit DIN 20000-402


Tragende, raumabschließende Wände Kriterien REI aus Kalksandstein-Mauerwerk nach DIN EN 1996-1-2/NA für Kalksandsteine nach DIN EN 771-2 in Verbindung mit DIN 20000-402

Tragende, nichtraumabschließende einschalige Wände Länge ≥ 1,0 m Kriterium R aus Kalksandstein-Mauerwerk nach DIN EN 1996-1-2/NA; Kalksandsteine nach DIN EN 771-2 in Verbindung mit DIN 20000-402

Tragende, nichtraumabschließende Pfeiler und einschalige Wände Länge < 1,0 m Kriterium R aus Kalksandstein-Mauerwerk nach DIN EN 1996-1-2/NA; Kalksandsteine nach DIN EN 771-2 in Verbindung mit DIN 20000-402

Tragende und nichttragende, raumabschließende Brandwände Kriterium REI-M und EI-M und Komplextrennwände aus Kalksandstein-Mauerwerk nach DIN EN 1996-1-2/NA; Kalksandsteine nach DIN EN 771-2 in Verbindung mit DIN 20000-402

Schliessen Fachinformation Brandschutz

 

 

 

Statik / Konstruktion


 

Tragfähigkeit

 

Von zentraler Bedeutung für die Charakterisierung des Kalksandsteins sowie des daraus erstellten Mauerwerks ist die Druckfestigkeit. Dabei ergibt sich die Druckfestigkeit des Mauerwerks aus der zur Herstellung verwendeten Ausgangsstoffe Stein und Mörtel.

Der UNIKA-Kalksandstein in der Festigkeitsklasse 12, 20 bzw. 28 bietet, besonders dann wenn das Mauerwerk mit Dünnbettmörtel erstellt wird, beste Voraussetzungen für schlanke, hochbelastbare Wände.
Das signifikante Merkmal für die Tragfähigkeit des Mauerwerks war in der DIN 1053-1 der Grundwert d0(MN/m²) der zulässigen Druckspannung. Dieser Wert wurde mit Einführung der DIN 1053-100 durch die charakteristische Mauerwerksdruckfestigkeitsklasse fk (N/mm²) abgelöst und auch in DIN EN 1996-3/NA (Eurocode 6) aufgenommen. Die charakteristische Mauerwerksdruckfestigkeit von Mauerwerk aus Kalksandsteinen kann sowohl für das vereinfachte als auch für das genauere Berechnungsverfahren den nachstehenden Tafeln entnommen werden.

 

Stürze

 


Zur leichteren Überbrückung von Öffnungen bieten wir vorgefertigte UNIKA-KS-Stürze an.
Dies sind zum einen KS-Flachstürze, deren Druckzone auf der Baustelle hergestellt wird, aber auch - auf Anforderung - KS-Fertigteilstürze für das UNIKA KS-Planelemente-Bausystem.

Die Bemessung des KS-Flachsturzes erfolgt aufgrund einer Typenstatik. Die Flachstürze sollen in ihrem Auflager mindestens 11,5 cm in einem Mörtelbett in das Mauerwerk einbinden. Dabei zeigt die KS-Schale nach unten.
Das Tragverhalten des Flachsturzes wird erst durch die Ausbildung einer örtlich hergestellten Druckzone aus Mauerwerk oder Beton erreicht.

Vor dem Aufmauern ist die Oberfläche sorgfältig von Schmutz zu reinigen. Die Stürze sind bis zum Aushärten der Druckzone mit Montagestützen abzusteifen. Die Stoßfugen in der Übermauerung sind stets zu vermörteln!

 

Stumpfstoss

 

Die Stumpfstosstechnik als Alternative zur beim Bauablauf oftmals störenden Verzahnung von Wänden hat sich in den letzten 30 Jahren bewährt.

Aus baupraktischen Gründen empfehlen wir das Einlegen von Edelstahl-Flachankern in die Lagerfugen. Diese Wände sind stets als zweiseitig gehalten zu bemessen.
Grundsätzlich können alle Wände mit der Stumpfstosstechnik ausgebildet werden.
Wir empfehlen jedoch die Außenecken von Kellerwänden stets miteinander zu verzahnen.

Bei Verwendung von Anschlussankern in der Lagerfuge entsprechend der Regelausführung können die tragenden Wände auch als drei- oder vierseitig gehalten angesehen werden.
Die Anschlussfugen sind satt zu vermörteln um Anforderungen des Schallschutzes zu erfüllen.

Als schalltechnisch noch bessere Lösung hat sich die neue Stumpfstossausführung erwiesen. Dabei durchstösst die Trennwand die Außenwand vollständig.
Abb. rechts : Stumpfstoss mit durchlaufender Trennwand

 

Nichttrag. Innenwände

 

Grundlage für die Planung und Errichtung nicht tragender Innenwände ist die DIN 4103-1. Aufgrund des Alters dieser Norm gibt es zusätzlich neue Erkenntnisse die Ihren Niederschlag finden in Fachveröffentlichungen und gutachterlichen Stellungnahmen.
Nicht tragende Innenwände sind Trennwände, die keine statischen Aufgaben für die Gesamtkonstruktion zu erfüllen haben. Sie werden in Wohngebäuden, sowie als Ausfachungsmauerwerk und Zwischenmauerwerk bei Stahl- und Stahlbetonskelettbauten ausgeführt.
Ebenso werden sie eingesetzt bei Schulen, Verwaltungsgebäuden, Hallen- und Wirtschaftbauten und anderen Objekten mit großen Deckenspannweiten.
Die Grenzabmessungen für solche nicht tragenden Innenwände wurden in einem öffentlich geförderten Forschungsvorhaben ermittelt.

Unterschieden werden dabei:

  • vierseitig gehaltene Wände mit Auflast
  • vierseitig gehaltene Wände ohne Auflast
  • dreiseitig gehaltene Wände ohne Auflast, oberer Rand frei

Bei dreiseitig gehaltenen Wänden ohne Auflast mit freien oberen Rand sind die Stoßfugen zu vermörteln! (siehe Tafel)

Zulässige Wandlängen nicht tragender innerer Trennwände ohne Auflast bei dreiseitiger Halterung, oberer Rand frei

Die Stoßfugen sind zu vermörteln. Für Wanddicken ≤ 10 cm ist Normalmörtel der MG III (trockene Kalksandsteine sind vorzunässen) oder Dünnbettmörtel zu verwenden. Bei Wanddicken ≥ 11,5 cm ist Normalmörtel mindestens der Mörtelgruppe IIa (trockene Kalksandsteine sind vorzunässen) oder Dünnbettmörtel zu verwenden (siehe auch Abschnitt 4).

Die Ersatzlasten nicht tragender Wände auf Decken dürfen nach DIN EN 1991-1-1/NA bis zu einer Höchstlast von 5 kN/m durch einen gleichmäßig verteilten Zuschlag zur Nutzlast der Decke – Trennwandzuschlag – berücksichtigt werden. In diesem Fall beträgt der Trennwandzuschlag 1,2 kN/m².

 

Schlitze

 

In der Regel werden Schlitze geringer Tiefe ausgeführt (10 bis 30 mm). Schlitze stellen eine Querschnittminderung dar. Dadurch ergibt sich im Verhältnis zu einer nicht geschlitzten Wand bei gleich bleibender Belastung eine höhere Druckspannung.
In der DIN EN 1996-1-1/NA finden sich für das Schlitzen einige Regeln, bei denen auf den rechnerischen Nachweis verzichtet werden kann. Werden die dort angegebenen zulässigen Grenzmaße überschritten so muss ein rechnerischer Nachweis geführt werden.
Vertikale Schlitze und Aussparungen sind auch dann ohne Nachweis zulässig, wenn die Querschnitts-schwächung - bezogen auf 1 m Wandlänge – weniger als 6 % beträgt und die Wand nur in vertikaler Richtung zweiseitig gehalten nachgewiesen wird.

Für nicht tragende Wände gelten die Regeln der DIN 4103 und nicht die der DIN EN 1996-1-1/NA. Dennoch sind auch hier einige Empfehlungen zu beachten:
1. Schlitze, die den Anforderungen der DIN EN 1996-1-1/NA, Tabellen NA.19 und NA.20 genügen, dürfen auch in nicht tragenden Wänden ausgeführt werden.
2. Bei vierseitig gehaltenen nicht tragenden Wänden kann der vertikale Schlitz als freier Rand angenommen werden. Ob die zulässigen Wandlängen der beiden entstehenden (dreiseitig gehaltenen) Wandabschnitte eingehalten werden, ist zu prüfen.
3. Bei der Ermittlung der zulässigen Wandlänge der nicht tragenden Wand kann die nächstkleinere Wanddicke herangezogen werden.

 

Spezielles


 

KS im Erdreich

 

Unverputztes KS-Mauerwerk hat sich in einer über 20 Jahre laufenden Versuchsreihe als außerordentlich beständig erwiesen, wenn es ungeschützt, d.h. ohne Abdichtung im Erdreich steht. Dabei standen die Versuchswände im Grundwasserbereich, in der Wasserwechselzone, sowie oberhalb des Grundwasserspiegels.

Die Auswertung hat ergeben, dass bei allen Versuchswänden bei nicht aggressiven Wasser die Steindruckfestigkeit unverändert hoch blieb. Optische Schäden oder Gefügestörungen sind nicht aufgetreten.

Bei Erstellung eines solchen Mauerwerks empfehlen wir:

  • grundsätzlich KS-Vollsteine der Festigkeitsklasse ≥ 20 einzusetzen
  • im Frostbereich frostwiderstandfähige KS-Vollsteine (KS Vb oder KS Vm) zu verwenden.